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15.01.2005 |
Ooooh, WOW, ein Radfahrer . . . ... und Frauchen quatscht mit Ben’s Herrchen. Hui, da war ich aber schnell hinterher. Frauchen hat gerufen und gepfiffen. Aber das Zauberwort heißt “Ablenkung”. Und unter Ablenkung darf ein Hund ungehorsamer sein, als ohne. Jaaa, das weiß ich! Und dieser Radfahrer hat mich gut und lange abgelenkt. Aber dann wurde der Abstand zu Frauchen doch zu groß. Weglaufen wollte ich ihr ja nicht. Also bin ich zurück gerast und hab gehorcht- und sie pfiff auch grad wieder, dass das gut passte, mit dem Gehorchen. Ich hab mich vor sie hingesetzt und gesagt: “Da bin ich wieder, Frauchen, gib mir ein Lecker, bitte.” Und Frauchen hat sich gefreut, dass ich auf ihren Pfiff gekommen bin und mich hingesetzt hab. Und ich hab das Lecker bekommen. So müsst ihr das machen, Jungs! Aber sie sagte dann: “Du bist noch nicht versichert. Mach das vorläufig bitte nicht mehr.” Na gut, hab ich dann den nächsten einfach vorbei fahren lassen, während sie mit Ben’s Herrchen quatschte. Aber sie hat den auch gesehen und hatte schnell die Leine in der Hand. Macht nix. Der nächste Radfahrer kommt so sicher wie der nächse Rüde mit Eiern. Oh wie peinlich.
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16.01.2005 |
Frauchen macht schöne Sachen mit mir. Morgens wenn wir wach werden, kocht sie Kaffee. So lange bleibe ich im Bett. Dann kommt sie mit dem Kaffee wieder ins Bett und dann schmusen wir. Gaaanz lange. Ich dreh mich dann auf den Rücken und sie schaukelt mich. Dabei schlafe ich immer wieder ganz feste ein. Heute morgen waren wir wieder auf der Wiese. Frauchen spielt immer noch “Hier” mit mir. Mal ruft sie, mal pfeift sie. Aber jetzt weiß ich genauer, was sie von mir will. Zum Schluss haben wir mit dem Ball gespielt. Auf der großen Wiese. Weil ich etwas aufgekratzt war, sagt Frauchen. “Renn mal bischen,” sagte sie und hat den Ball geschmissen. Das war toll. Hab ich ihn zurück gebracht und sie hat nochmal geschmissen. Uiiiii, wieder den Ball geholt, ihr vor die Füße geschmissen und dann hab ich gebellt: “Wirf ihn wieder weg, los wirf ihn schon, nun mach schon, wirf ihn wieder weg”. Aber Frauchen hat große Augen gekriegt und gefragt “Was’n mit dir loß? Spinnst du?” Und ich hab einfach weiter gebellt: “Wirf ihn wieder weg, los wirf ihn schon, nun mach schon, wirf ihn wieder weg”. Aber Frauchen hat sich umgedreht und mich nicht mehr angeguckt. Das hat mich ja vielleicht geärgert. Määnsch ist dieses Frauchen dumm. Warum versteht sie nicht, dass sie den Ball werfen soll? So blöd kann doch gar kein Frauchen sein. Und ich hab gebellt und gebellt. Bestimmt 10 Stunden lang. Dann war ich es leid. Ich hab mich mal umgeguckt auf der Wiese. Da sagt Frauchen: “Feeeiiiner! Braver Banjo! Ganz feiner Banjo.” Sie nimmt den Ball und steckt ihn in die Tasche. “DAS hab ich nicht gemeint, Frauchen!” hab ich geschrien. “Wirf ihn wieder weg, los wirf ihn schon, nun mach schon, wirf ihn wieder weg”. Dreht sie sich wieder um und guckt in der Gegend rum, als wär ich nicht da. Hab ich wieder gebellt. Bestimmt noch mal 3 Stunden. Bis ich keine Lust mehr hatte. “Feeeiiiner! Braver Banjo! Ganz feiner Banjo.” Und sie nimmt die Leine in die Hand und sagt: “Komm, gehn wir mal nach Hause.” Dieses Frauchen versteht mich nicht. Unterwegs musste ich noch viele Leute anbellen. Frauchen ist dann immer stehen geblieben. Und sobald ich sie anguckte, hat sie “hier” und “sitz” mit mir gespielt. Danach hat Frauchen mein Frühstück gemacht, hingestellt und ist sitzen geblieben, bis ich fertig war. Warum das wohl? Heute abend hab ich wieder Leute angebellt. Es fing schon an, dunkel zu werden, da muss ich aufpassen. Glaub ich. Dann hat Frauchen aber den Spieß umgedreht. Wenn Leute kamen musste ich “sitzen” und sitzen bleiben, bis die Leute vorbei waren. Frauchen hat dann so lange mit mir gesprochen und ich hab gut zugehört, was sie gesagt hat. Ich habs zwar nicht verstanden, aber ich guck Frauchen immer an, wenn sie mit mir spricht. Dabei brauchte ich dann nicht mehr so viel zu bellen. Das fand Frauchen anscheinend viel schöner. Es passiert einfach zu viel, was ich noch nicht kenne. Und ich weiß einfach noch nicht, was ich tun soll. Anscheinend brauch ich aber weniger zu tun, als ich meine. Zuhause hab ich Abendessen bekommen. Als ich fertig war hab ich Wasser getrunken und guck - da steht Frauchen am Türrahmen und guckt mit einem Auge um die Ecke. Jetzt passiert nichts mehr. Gleich machen wir noch das “Zu-Bett-Geh-Spiel”. Das ist mit Käse oder mit Wurst. Frauchen wirft kleine Stückchen in die Luft, auf dem Weg ins Schlafzimmer und ich muss die fangen oder suchen. Dann wirft sie die aufs Bett und ich muss da sitzen und die fangen. Und dann schlafen wir. Gute Nacht.
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18.01.2005 |
Heute kam Besuch! Es hat geschellt. Ich hab gebellt: “Frauchen da ist wer, der hat hier nix zu suchen, oder? du willst den doch wohl nicht reinlassen, was? ich will den erst kontrollieren, lass mich nachsehen wer das ist, ich schmeiß ihn gleich die Treppe runter, wenn er dir was tut . . .” - “SEI STILL!!” schreit Frauchen, aber das hör ich gar nicht vor lauter bellen. Sie wartet, bis ich mich wenigstens setzen kann und drückt auf einen Knopf. Dann macht sie ein bischen die Tür auf und warnt den Besuch. Ich würde jetzt rausschießen und den Besuch anspringen. Woher weiß sie das? Aber es stimmt. Ich konnte auch nicht warten, bis die Tür ganz offen war. Schließlich bin ich ja rappeldürr, ich komm durch jeden Schlitz durch. “Rau, Hau, Wau!!” bin ich rausgeschossen und dem Besuch vor die Brust gesprungen. Der hat sich erschreckt. Dann war’s gut. Für mich. Ich bin ins Wohnzimmer gelaufen und hab mein kaputtes Quietscheteil geholt. Das hab ich dem Besuch dann vor die Füße geschmissen. Ich bin ja nicht böse, dass er da ist. Er soll nur wissen, dass ich auch da bin, und aufpasse. Aber sonst bin ich brav. Und eigentlich könnte der Besuch jetzt mit mir spielen. Will er aber nicht. Versteh ich nicht. Ich bin doch brav?
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19.01.2005 |
Ich musste wieder alleine bleiben. Das find ich überhaupt nicht gut. Aber ich war trotzdem brav. Es waren bestimmt wieder 100 Stunden, aber Frauchen sagt, es seien nur knapp 5 gewesen. Egal. Jedenfalls hab ich mich riesig gefreut, als sie wieder da war. Sie war aber ganz kaputt und wollte eigentlich gar nicht auf die Wiese mit mir gehen. Aber dann kam die Sonne raus und wir waren doch auf der Wiese. Danach haben wir ein bisschen auf dem Bett gekuschelt und Frauchen ist sogar eingeschlafen. Ich auch.
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20.01.2005 |
Oh Hundegott, was ist denn heute los? Ständig klingelt das. Und dann ruf ich Frauchen und sag: “He, Frauchen! Komm schnell! Das hat geschellt, Frauchen! Du musst die Tür auf machen! Komm schnell! Nun komm doch schon! Schnell! Da will doch einer zu uns! Du musst die Tür aufmachen! Nun kommt doch schon, FRAUCHEN! Hörst du das nicht? Warum kommst du denn nicht?” Aber Frauchen kommt nicht. Sie bleibt einfach sitzen. Ich versteh die Welt nicht mehr. Ich trau mich gar nicht, das zu vergessen, dass es geschellt hat. Und ich starre die Tür an, dass da bloß nicht einer auf einmal von alleine rein kommt. Aber dann - irgendwann - ist es mir dann doch egal. Ich kann ja die Tür nicht ewig anstarren. Und wenn Frauchen nicht aufmacht, ist sie das ja auch selbst schuld. Und ganz komisch: Wenn es mir dann so richtig egal ist, findet Frauchen das ganz toll und lobt mich. Merkwürdig ist das hier, bei diesem Frauchen. Ganz merkwürdig. Heute hat Frauchen mich gewogen: 15 Kilo Und auf der Wiese waren heute ganz viele Hunde. Mein linkes Hinterbein tut mir weh.
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22.01.2005 |
Ich hab einen Splitter im Fuß. Frauchen hat immer versucht, was zu finden, an meinem Fuß, aber es tat irgendwann dann immer weh und ich hab ihn weg gezogen. Sooo ganz trauch ich ihr dann doch noch nicht über den Weg. Aber heute morgen hat sie wohl was gesehen. Es hat geblinkt im Schlafzimmerlicht. Und sie sagt, ich hätte wahrscheinlich einen Glas- oder Metallsplitter in einer Zehe. Das finde ich aber ganz schlimm und da lass ich sie dann lieber mal gar nicht mehr dran an meinen Fuß. Sie hat mir sowieso schon weh getan, heute morgen. Im Bett. Sie kam wieder mit der Schere. Und hat noch mehr pipiverklebte Haare abgeschnitten. Und dabei hat sie meinen Bauch erwischt. Sie hat mir in die Haut gepitscht. Es hat nicht geblutet, aber es hat waaaahnsinnig weh getan und ich hab mich waaaahnsinnig erschreckt und bin abgehauen. Diese Frauchen will mich doch wohl nicht verstümmeln, was? Aber sie hat sich dann entschuldigt und es hat ihr sehr leid getan. Am Nachmittag hat sie sich aber dann nicht entschuldigt. Da kam ein Mann zu Besuch. Der hat zuerst ganz lieb und nett mit mir getan und dann wollte er mich festhalten, weil Frauchen unbedingt meinen Fuß ansehen wollte. Das fand ich aber gar nicht nötig und hab laut gesagt: “Ich will das nicht! Lass mich sofort los, du!” Er hat mich losgelassen. Und Frauchen hat mir nicht geholfen. Da hab ich mich halt unter denTisch verkrochen und bin da geblieben. Mein Fuß tut weh! Ich will nicht, dass da einer dran rum macht! Klar? Frauchen geht nur wenig mit mir raus. Wegen dem Fuß. Das soll wieder heil werden, sagt sie. Darum gehen wir nur immer kurz Pipi machen. Ich schlafe halt. Aber ich würde gerne mehr raus gehen. Ich bin grad etwas traurig. Jooo. |
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23.01.2005 |
Frauchen hat heute Geburtstag. Darum sollte ich heute was besonderes zu Fressen kriegen. Ja. Sie hat angefangen mein Frühstück zu machen. Aber das konnte es nicht gewesen sein, das war wie immer. Dann hat sie die Pfanne rausgeholt und da was reingelegt, von irgendwelchem komischen Zeugs, das sie aufgetaut hatte. Sie hat mir so ein Dings vor die Nase gehalten. Ich hab sie angeguckt - geschnuppert - sie wieder angeguckt und gefragt: “Das ist nicht dein Ernst, oder?” Nochmal geschnuppert, dann bin ich beleidigt weg gegangen. DAS war kein besonderes Lecker. Das mochte ich nicht. Sie hat dann gebrutzelt und das Zeugs nach draußen gestellt zum kalt werden. Ich hatte es schon fast vergessen als sie mich in die Küche rief und mir wieder so ein Dings vor die Nase hielt. Hhhmm. Hab ich überlegt. Das roch nicht schlecht. Aber konnte ich das fressen? Es roch nach Frauchenlecker. Das gibt’s sonst selten. Aber sie hat ja Geburtstag heute. Hhhhmmm. Sie hat mir immer, immer wieder versichtert, das sei ein “feines Lecker”. Das sagt sie aber oft und es stimmt nicht immer. Ich find nicht alles “fein” was sie mir hinhält. Da muss ich schon noch aufpassen, dass ich nicht auf einmal Banane in der Schnauze habe. Dann hab ich das Dings mal in die Schnauze genommen. Aber ganz vorsichtig. Der erste Geschmack war nicht so schlecht. Also hab ich mal drauf gebissen. Es war hart innen drin. Aber es schmeckte irgendwie sehr interessant. Doch! Ich muss sagen, das mochte ich. Es war völlig neu für mich, aber nicht schlecht. Ich habs zerknackt und fand es am Ende richtig gut. Da hielt sie mir noch eins hin. Ich habs genommen, aber eigentlich war ich ja satt. Trotzdem. Ein bisschen hab ich noch gefressen. Den Rest hat Frauchen aufgehoben und ich hab’s später bekommen. Es war jedenfalls richtiges Fleisch mit richtigen kleinen Knochen drin. Frauchen sagt, das Zeugs heißt “Hühnerhals”. Ja, da träumt ihr von! Ach ja, Leute. Also, die kleinen braunen Bröckchen - ja? - also, die könnt ihr jetzt behalten. Was ich hier kriege, das ahnt ihr nicht. Jetzt - so nach den 3 Wochen - also ich sag euch, das schmeckt so gut, was ich hier kriege. Irrsinnig gut. Ich vergesse nie wann Essenszeit ist. Um 18 Uhr steh ich neben Frauchen und sag ihr: “Mach jetzt mein Lecker fertig.” Das dauert dann ein bisschen, aber das Warten lohnt sich. Und ich kann es nicht erwarten, bis mein Napf auf dem Boden steht. Und wenn ihr meint, ich lass was übrig - Pech gehabt. Nix bleibt da drin. Jeden Tag anderes Fleisch und jeden Tag ein bisschen gekochtes Gemüse. Gekochtes Gemüse ist lecker. Rohes - naja, muss nicht sein. Noch nicht. Und Yoghurt krieg ich, und mal ein Ei, und Thunfisch. Ooooh und jetzt noch das neue Lecker dazu. Mir gehts gut, sag ich euch. Der Hundegott darf das auch wissen. Mir gehts gut. Danke, Hundegott. Danke für das nette Frauchen und das feine Lecker. Naja, mir gehts schon gut, aber meine Pfote tut immer noch weh. Heute wollte Frauchen wieder nachsehen, was denn damit ist. Dazu hat sie mich in die Badewanne gestellt. Hatte ich kein Problem mit. Da war warmes Wasser drin, das hat mir gut getan an meinem Fuß. Hat Frauchen sich gefreut, dass ich so brav bin. Nach einer Weile hat sie mich wieder rausgehoben und meine Füße abgetrocknet. Dann wieder nachgucken. Aber das tut mir zu sehr weh, wenn sie an diese beiden Zehen dran geht. Dann steht ich schnell auf und geh weg, unter den Tisch. Frauchen sagt, morgen muss ich zum Tierarzt. So ein Kacka aber auch. Aber laufen kann ich ja bald gar nicht mehr auf dem Fuß. Dann wohl doch lieber zum Tierarzt.
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24.01.2005 |
Ohhh war das gefährlich, beim Tierarzt. Als ich da rein kam, saß da ein kleiner weißer “Echter” bei seinem Frauchen auf dem Schoß. Als ich die Eierchen gefunden hab, musste ich mich fürchterlich aufregen. Aber Frauchen hat mich dann überzeugt, dass das nicht nötig ist, und ich hab zwischen ihren Beinen gesessen. Dann kam was ganz viel tolleres. Eine Hündin mit Schniedelwutz. So was hab ich ja noch nie gesehen. Die roch so gut, dass ich ganz hibbelig wurde. Oder der? Also ganz verwirrt war ich und ganz hibbelig. Frauchen hat sich mit mir in eine andere Ecke setzen müssen, so hibbelig hat die - oder der? - mich gemacht. Ja und dann kam ich dran. Erst mal hab ich Leckerchen bekommen und alle haben geguckt, wie ich mein Bein hoch halte. Und Frauchen hat erzählt, was los ist, und ich hab einen Maulkorb umbekommen. Dann wurde ich auf den Tisch gestellt. Da hab ich mich schon gewehrt, denn Frauchen hat mich nicht verteidigt. Die Frau Doktor hat meinen Fuß angeguckt und da wollte ich lieber wieder von dem Tisch runter, aber die haben mich nicht gelassen. Dann kam noch eine Frau und sie haben mich zu zweit gepackt, auf die Seite gelegt, fest gehalten und Frau Doktor hat den Fuß angeguckt. Das tat zuerst ziemlich weh. Dann nicht mehr so sehr und als ich auf der Seite lag, kam auch Frauchen wieder und hat mich gestreichelt und mich beruhigt. Da ging es mir wieder besser und ich hatte keine Angst mehr. Und die Frau Doktor war auch ganz vorsichtig und hat meinen Fuß sauber gemache und verbunden. Dann durfte ich mich wieder hinstellen und der Maulkorb kam ab. Frau Doktor hat noch gehorcht und in meine Ohren geschaut. Ha, das hätte sie besser gemacht, als ich den Maulkorb noch an hatte. Denn das sind MEINE Ohren. Und die sind toll, da hat keiner rein zu gucken. Klar? Jetzt weiß sie das! Dann durften wir endlich wieder gehen. Ich war ganz aufgeregt, als ich wieder draußen war, und wußte gar nicht, wo ich denn zuerst hinpinkeln sollte. Zuhause hab noch 2 Hühnerhälse bekommen, weil ich so tapfer war. Jetzt hab ich einen roten Verband am Fuß. Da werden sicher beim Gassi alle fragen “ooooh! was hat er denn der Arme?” und mich bedauern. Aber es tut nicht mehr weh. Gott sei Dank.
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25.01.2005 |
Frauchen macht Spiele mit mir. Weil ich doch nicht so viel draußen rum laufen kann mit meinem Fuß. Da schlaf ich drinnen halt ganz viel. Und die Pipirunden sind ganz klein. Darum spielt Frauchen mit mir. In der Wohnung. Am schönsten finde ich, wenn sie mir was weg nehmen will, was ich in der Schnauze hab. Eine Kordel oder den alten Quietschie, der jetzt aber nix mehr sagt. Dann raufe ich mir ihr. Wir ziehen und zerren und ich knurre und springe um sie rum. Und Frauchen versucht dabei immer mich zu packen. Dann muss ich noch ganz viel lauter knurren und ich werde ein ganz wilder Hund. Dann lachen wir beide. Das ist mein liebstes Spiel. Aber Frauchen hat auch noch was anderes mit mir gespielt, das ging mit Käse und mit Bechern. Sie hat mir die Becher gezeigt. Dann hat sie mir ein Stück Käse gezeigt und es in einen Becher rein gemacht. Dann hat sie alle Becher auf den Boden gestellt und ich sollte den mit dem Käse suchen. Das war zuerst schwierig, bis ich das ein bisschen verstanden hatte. Dann war es auf einmal ganz leicht. Aber dann wieder roch alles nach Käse und ich hab’s nicht mehr gefunden. Da hat Frauchen mir gezeigt, wo der Käse ist und wir haben was anderes gespielt. Ich musste im Flur sitzen und die Tür war offen. Dann hat Frauchen den alten Quietschie versteckt. Und ich musste ihn dann suchen. Das hat auch Spaß gemacht. Sie hat sich immer ganz toll gefreut, wenn ich ihn gefunden habe und hat mich geknuddelt. Das haben wir ganz oft gemacht und ich hab immer den Quietschie gefunden. Frauchen sagt, ich bin ein kluger Hund. Und dann hat sie die Tür zu gemacht, bis sie den Quietschie versteckt hatte. Aber ich hab ihn trotzdem ganz schnell gefunden. Ich bin nämlich wirklich ein kluger Hund. Jooo. Aber Frauchen wird ganz schnell müde beim Spielen. Dann legt sie sich auf den Fußboden. Ich guck sie dann an und leg mich einfach auch irgendwo hin. Denn wenn ich ehrlich bin, also ich bin dann auch meist schon ein bisschen am hecheln. Ich leg mich dann zu ihren Füßen. Und nach einer Weile steht Frauchen dann auf und arbeitet weiter am Computer. Ich kann einfach weiter schlafen. |
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27.01.2005 |
Der Verband ist ab! Gestern abend haben wir ihn ab gemacht. Frauchen kam wieder mit der Schere. Ja-haaa, aber diesmal hatte sie eine die vorne rund war. Damit hat sich mich dann nicht gepitscht. Jetzt muss ich nich einen scharzen Strumpf anziehen, wenn wir raus gehen. Und darüber ist immer noch eine Plastiktüte, damit ich den Strumpf nicht sofort kaputt scharre. Bin gespannt, wie lange Frauchen noch vorsichtig sein will. Denn mir ist langweilig. Wir gehen viel zu wenig raus. Nicht zu wenig, aber zu kurz. Und ich will noch mal rennen. Aber kaum dass wir um die Ecke sind, hab ich schon alles ruiniert, was ich zum Schutz an meinem Fuß habe. Darum gehen wir nicht auf die Wiese. Ich treff keine Hunde mehr. Frauchen spielt nicht mehr “gehorchen” mit mir. Das ist langweilig. Heute hat Frauchen eine Frisbiee-Scheibe mit genommen. “Juchuuuu,” dachte ich, “rennen”. Das hat auch Spaß gemacht. Ich bin noch schnell und flitze wie der Blitz hinter dem Ding her und bring es Frauchen zurück. Sie hatte heute auch ein neues Lecker dabei. Davon hab ich bekommen, wenn ich die Scheibe zurückbrachte. Das war aufregend, sag ich euch. Und dann wollte Frauchen aufhören. Da hab ich ihr aber die Meinung gesagt. Ich hab mich vor sie hingestellt und gebellt. “Du sollst nicht aufhören du sollst weiter das Ding schmeißen und ich will von dem Lecker los wirf mir schon das Ding dass ich es holen kann und dann will ich das Lecker,nicht umdrehen los schau mich wieder an und hör dir an was ich sage ignorier mich nicht wirf mir das Ding und gib mir ein Lecker vorher hör ich schon gar nicht auf zu bellen.” - “SEI STILL!!” schreit da Frauchen ganz laut. Huch! Hab ich mich aber erschreckt und war still. Da hat Frauchen alles eingepackt und meine Leine genommen und ich musste mit ihr nach Hause gehen. Komisch. Da bell ich die ganze Zeit und sag ihr, was ich will und sie kapiert das nicht. Heute gab es auch wieder von dem Hühnerhals. Das schmeckt mir jetzt gut. 5 Stück hat Frauchen mir gegeben. Das ist ja nicht wirklich viel, finde ich. Dann ist sie einkaufen gegangen und hat mich alleine gelassen. Als sie weg war ist mir schlecht geworden und ich hab die Hühnerhälse erbrochen. Im Schlafzimmer. Auf den Teppichboden. Ich fands auch nicht toll. Frauchen hat gestaunt und gesagt: “Oops, war wohl doch zu viel, was? Müssen wir dir weniger geben und lieber öfter.” Dann hat sie das weg gemacht und es war gut. Und jetzt bin ich müde. Das rennen hinter der Scheibe her ist doch anstrengend. Ich vergesse immer, dass ich schon 11 Jahre alt bin. Aber egal. Frauchen klimpert am Computer, da kann ich ruhig schlafen. |
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Banjo
Banjoko - Bleib bei mir, wandere nicht mehr !
Aus der Sprache der Yoruba (Nigeria, Benin).