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Juni 2006 |
Boah, war ich lange nicht mehr hier. Muss ich mal sehen, ob ich das alles auf die Reihe kriege, was so passiert ist.
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Anfang Juni |
Dummvolk! Frauchen ist total gefrustet und hat den Begriff Dummvolk erfunden. Dummvolk - das sind jetzt die Leute hier, die alle liebe Hunde haben, und diese Hunde nicht erziehen, weil die ja schon lieb sind. Da muss man ja nix mehr erziehen. Und wenn ein anderer Hund mit so einem lieben Hund ein Problem kriegt, dann ist das halt der andere Hund schuld. Denn der Hund vom Dummvolk ist ja lieb. Auch wenn er uns bellend und kläffend um die angeleinten Beine springt - egal, der Hund ist lieb. Fertig!! Und davon hat Frauchen absolut die Schnauze jetzt voll. Sie hat gesagt: Noch mal so ein “lieber” Hund der dich angreift, wenn du angeleint bist, dann zeig ich den Dummvolk-Menschen an. Ich bin das leid. Da gibst nämlich hier immer noch die beiden Border Collies, mit denen wir ganz am Anfang mal Probleme hatten. Die sind uns im Wald begegnet. Und weil Frauchen nicht gleich gesehen hat WER da kommt, hat sie mich angeleint und mir auch das Schnauzendings eingehängt. Und dann hat sie gesehen, dass das die Bordercollies mit ihrer Dummfrau waren. Aber die Frau hatte sie beide festgehalten, und Frauchen ist mit mir in großem Bogen an denen vorbeigegangen. Wollte sie jedenfalls. Da hat sich einer der Hunde aus dem Halsband gewürgt und ist auf uns zugeschossen. Ja, und dann konnte die Dummfrau den nicht wieder einfangen, weil sie den andern ja noch festhalten musste. Und gehorchen auf all das “Liebhund”-Gebrüll (ich sach den Namen nich) das konnte der Liebhund nicht und sprang um mich rum und ich war doch gefesselt. Eine andere Frau hat dann den “Liebhund” nach einer Weile geschnappt und dann sind wir weitergegangen. Ich war ganz aufgeregt und Frauchen war ganz wütend. Da hat sie sich erst mal mit mir in den Wald gehockt und mir gesagt: “Du bist ein braver Hund!” Leckerchen. “Du warst ganz lieb!” Leckerchen. “Du bist Frauchens braver Schatz!” Leckerchen. So haben wir uns dann wieder beruhigt. Am nächsten Tag haben wir die Frau getroffen, die den “Liebhund” eingefangen hat, und haben versucht, der zu erklären, was da passiert ist. Und warum Frauchen die Hunde nicht bei mir haben will. Nämlich weil sie bei mir nicht so lieb sind, wie alle sagen. Da sagte die andere Frau immer wieder “Aber der Liebhund ist doch lieb!” Da hat Frauchen mit böser Stimme gesagt: “Ja, ich weiß, alle Hunde hier sind lieb. Nur gehorchen tut fast keiner von denen.” Da meinte die andere Frau: “Zirkushunde wollen wir auch nicht.” Da ist Frauchen aufgestanden und gegangen. So viel Blödheit auf einen Haufen kann sie nicht aushalten, hat sie mir gesagt. Das heißt, dass ich kein lieber Hund bin, weil ja Frauchen immer und immer mit mir rumerzieht. Wenn ich lieb wär, brauchte sie das nicht. Und weil ich ja nicht lieb bin, bin ich selbst schuld, wenn ich mit einem Liebhund Probleme kriege. Und Frauchen ist selbst schuld, wenn sie mich anleinen muss, weil ich ja nicht lieb bin. Jaaa. So ist das hier bei dem Dummvolk.
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Die Woche |
Frauchen war danach von unserer Hundewiese und dem langweiligen, rechteckigen Wald mit all den Liebhunden total gefrustet. Dann kamen all die Feiertage und da haben wir was gaaanz tolles gemacht. Wir sind Bus gefahren. Nicht lange und nicht weit. Einfach nur bis zum Batzibaum. Und dann sind wir die Wege gegangen, die der Alte Batzi immer mit Frauchen gegangen ist. War DAS ein glücklicher Hund, der Batzi. Soooo schöne Spazierwege. Kaum Menschen, noch weniger Hunde. Ich brauchte gar nicht aufzupassen, Frauchen brauchte mich gar nicht zu rufen - und das 4 Stunden lang. Und das an ganz vielen Tagen. Und Frauchen sagt, bald hat sie 6 Wochen frei und dann machen wir das fast jeden Tag. Immer wo anders hin. Da freu ich mich drauf. So sind wir “Die große Runde” gegangen. Bestimmt jetzt schon 4 mal. Und einen Tag waren wir an der “Dhünn”. Das war auch toll. Da bin ich ein ganz kleines bisschen geschwommen. In der Dhünn. Ja!! Danach war ich ganz aufgedreht und Frauchen hat sich gefreut.
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Das Wetter. |
Puuuuh, ist das heiß. Wenn Frauchen arbeiten muss, lässt sie mir einen Lüfter an, der auf das Bett pustet. Da liege ich dann in ganz sanftem, kühlen Wind. Und wenn Frauchen arbeiten muss, gehen wir den ganzen Tag nur kleine Pipirunden und erst wenn es fast schon dunkel ist, dann gehen wir in den Wald. Dann ist kein Dummvolk da und keine Liebhunde. Sehr angenehm.
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Das Schnau- |
Ja, das ist leider immer noch da. Und Frauchen sagt, sie kommt mit mir nicht weiter. Weil wir zu wenig Übesituationen haben. Ich würde es immer wieder vergessen und sie müsste immer wieder von vorne mit mir anfangen. Aber wenn sie jetzt so lange frei hat, will sie das mit mir in der Stadt üben. Jeden Tag. Na das sind ja ziemlich bescheidene Aussichten. Glaub ich noch nicht, dass mir das Spaß machen wird. Aber Frauchen lässt da wohl nicht mit sich reden.
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Juli 2006 |
Frauchen hat Ferien Wir sind ganz viel spazieren gegangen, bis es viel zu heiß wurde. Das ist ein ganz ekliger, klebriger Schweißsommer, sagt Frauchen. Wenn sie die Augen aufmacht morgens schwitzt sie schon, und ich muss drunter leiden. Die Sache mit Tom und was alles passiert ist, während wir ihn hüten mussten, das findest du im Tom-Tagebuch, mit Bildern. Und für mein Tagebuch hat Frauchen nämlich was ganz Neues gemacht: Ein Blog! Da wollen wir mal versuchen, jeden Tag was zu schreiben, auch mit Bildern. Frauchen sagt, ich muss das lernen, weil ich dann nicht immer auf ihre Festplatte rumspielen muss. Ja, da zittert sie immer, ich tät was kaputt machen. Also guckt jetzt immer fein in mein Blog. Hast du das gelesen, Tante Ingrid? Komischerweise wird das mit dem Blog sehr schön. Und nun hat Frauchen Angst, dass das mal alles auf dem Sever kaputt geht, und drum hat sie gesagt, ich soll das alles lieber wieder hier rein machen. Auch die Bilders. Also hab ich gefummelt und nun mach ich das hier wieder rein. Hier kann es nicht kaputt gehen. Davon mach ich Datensicherung. Jawoll.
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30.07.06 |
Gestern war Ricco da! |
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31.07.06 |
En dlich... ... hat es geregnet. Und es ist kühler geworden. Und Frauchen wird wieder lebendig. |
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Banjo
Banjoko - Bleib bei mir, wandere nicht mehr !
Aus der Sprache der Yoruba (Nigeria, Benin).