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29.07.06 |
Überraschungstag. Wir sind zu Tom gegangen, haben ihn aus dem Haus geholt und 2 Handtücher mitgenommen. Das fand ich schon komisch. Dann haben wir vor dem Haus gesessen und gewartet. Worauf? Keine Ahnung. Da kam ein Auto, hielt an, Türen gehen auf - da war das Scally mit ihren Menschen. Scally lag hinten in ihrer Box und wir beide, Tom und ich, sind mit Frauchen auf die Rückbank geklettert. Tja, nu sagen ja Tom’s Menschen immer “der sewert alles voll” und Frauchen hat drauf gewartet, das Tom damit anfing. Hat er aber nicht gemacht. Die ganze Fahrt nicht. Und wir sind wild um Kurven geflogen, rechts und links rum und wo ich noch überhaupt nicht war. ICH bin rumgeflogen, weil ich mich ja nicht setzen mag. Tom lag still auf dem Boden. Als wir aussteigen durften hab ich das erkannt: Der Lehrbacher Wald - Haus Hardt. Dann sind wir spazieren gegangen. Frauchen hat mit Scallys Frauchen diskutiert “das ist viel zu schwierig, DIE kann nicht gut laufen, und DER Hund ist alt und zu langsam, das ist viel zu viel” Weiß nicht, was das zu bedeuten hatte. Am Ende waren wir dann an den Seen der Grube Kox. Da hat Frauchen mit einem Aufpasser diskutiert. Am Ende war der ganz lieb und wir sind gegangen. Wir, Tom und ich, waren ja angeleint. Kein Grund bei uns zum Schimpfen. Und dann wieder zurück zum Auto und trinken. Stefan hat uns Wasser gegeben. Und ich hatte richtig Durst und hab als erster getrunken. Frauchen wollte es nicht glauben. “Banjo trinkt? Nää, ne?” Doch, hab ich gemacht. Danach waren wir müde und haben zuhause geschlafen. Hier machen wir grad Pause. |
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30.07.06 |
Schon wieder.... ist der Tom bei mir zuhause. Aber inzwischen fang ich an, mich dran zu gewöhnen, dass ich den wohl nie wieder los werde. Dass der wohl jetzt immer mit mir und Frauchen zusammen lebt und wohnt und frisst und trinkt. Frauchen sagt zwar, Tom’s Leute kämen bald nach Hause, aber ich glaub nicht mehr dran. Nicht mehr in diesem Leben. Aber irgendwie fänd ich das glaub ich nicht mehr soooo schlimm. Er ist nett. Er drängelt mich nicht mehr, er lässt mich in Ruhe mein Futter fressen, auch wenn ich das langsamer mache als er. Ich darf mein eigenes Spielzeug haben. Doch, wir kommen klar inzwischen. Ich mag ihn und er mich auch. Und Frauchen hat am PC geschrieben und wir haben rumgelegen. Auf einmal hören Frauchen und ich rascheln. Da ist doch der Tom auf dem Balkon und hat von meiner getrockneten Lunge geklaut!! Hat Frauchen ihn aber mächtig geschimpft und ihm das weg genommen. Später hat er dann davon bekommen. Ich auch. Aber Klauen kann Frauchen gar nicht leiden. Damit kann er sie böse machen. Ohja! Und Tom lag wieder bei uns rum und sagte “Boah, ist das langweilig bei dir!” Aber ich bin diesmal nicht ins Badezimmer gegangen, sonder hab bei Frauchens Füßen gelegen, wie immer. Und Tom fand das richtig und gut. Am Abend sind wir aber wieder zu ihm nach Hause gegangen und haben dann DORT rumgelegen, während Frauchen Tiewie gesehen hat. Und da hab ich was versucht, was der Tom immer bei Frauchen macht: Frauchens Hand hing über die Sellelehne. Da bin ich leise hin, hab die Hand angestupst und Frauchen hat übers ganze Gesicht gestrahlt, weil sie dachte das sei Tom und nun war das aber ich. Boah hat sie mich geknuddelt und gekrault.
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31.07.06 |
Huuuu.... endlich hat es geregnet und Frauchen ist mit uns wandern gegangen. Zuerst wieder mit dem Bus. Der Tom hat wieder nich geseevert. Nein, der kann das ganz toll. An die Dhünn sind wir gefahren. Das hat Tom mächtig Spaß gemacht. Frauchen hat für jeden von uns einen Ball mit genommen. Für Tom einen schweren, nach dem er tauchen musste und für mich einen Tennisball. Aber ich hatte keine Chance einen Ball aus dem Wasser zu holen. Tom war viel zu schnell. Ich trau mich halt nicht so schnell ins Wasser. Aber drin war ich auch. Ohja!!
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Hier muss er liegen! |
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Bittebitte!! |
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Auf dem Rückweg durch den Wald haben wir wieder getan, als seien wir Brüder. Ist halt doch auch schön mit ihm so zusammen rumzuschnüffeln. |
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Dann sind wir an einer Schweinewiese vorbeigekommen. Frauchen hat Tom lieber angeleint. Wir hatten den Eindruck, der wollte sich ein Schweineohr holen. |
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Auf der großen Wiese hinter dem Friedhof in Paffrath hat Tom Krähen verjagt. Beim ersten Mal ist er abgehauen und Frauchen hat sich erschreckt. Als sie ihn rief, ist er aber zurückgekommen. Dann hat sie ihn noch 2 mal los geschickt, Krähen zu verjagen. Und ich bin hinterher gelaufen. Da hat Frauchen sich mächtig gefreut. Aber ich war schon müde. So schnell wie Tom konnte ich nicht mehr laufen. War froh, als Frauchen uns zurückrief. Da konnte ich als erster das Lecker abstauben. Davon hat Frauchen vor lauter Spaß beim Zugucken das Fotografieren vergessen.
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In Paffrath sagte Frauchen: “Ich hab mir ein großes Eis verdient in diesen Hundetagen.” Och nööö, Frauchen, wir wollen nach Hause, wir sind müde. War ihr egal, sie hat sich in die Eisdiele gesetzt und ein großes Eis gegessen. Tom und ich sind neben ihr eingeschlafen. Aber von Tom konnte sie kein Foto machen, der lag so komisch. |
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Und nun liegen wir wieder bei uns zuhause rum und schlafen, während Frauchen wäscht und am PC klimpert.
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01.08.06 |
Frauchen sitzt wieder am PC. Sie sagt, sie hat was wichtiges zu tun. Darum ist Tom heute nachmittag wieder bei uns und es gibt keine Fotos und nur Langeweile.
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02.08.06 |
Der letzte Tag! Heute morgen gab es nur ein kleines Pipiründchen. Dann sind wir zu Tom’s Haus gegangen, aber Tom war nicht da. Frauchen wurde dann ganz ungemütlich und ich bin lieber im Garten geblieben. Sie hat angefangen Hundehaare weg zu machen, dann kam dieses Krachdings, das die Menschen immer über den Boden hin und her schieben. Das muss ihnen eine Riesenfreude bereiten. Überall gibt es so ein Teil. Dann holte sie einen Eimer und hat Wasser auf dem Boden verteilt. Und an die Tür zum Garten hat sie auch Wasser geschmiert und wieder trocken geputzt. Danach war sie klatschenass geschwitzt und wir sind wieder nach Hause gegangen. Kurze Zeit später: Wieder raus. Dann haben wir Tom geholt. Eigentlich wollte Frauchen noch mal einen langen Spaziergang machen, aber der Himmel sah so doll nach Regen aus, dass sie das nicht riskiert hat. Inzwischen wissen wir: Wir hätten es riskieren können. Egal. Sind wir halt wieder nach Hause gegangen und haben gelangweilt rum gelegen. Dann klingelte das kleine Ansohrhaltedings, Frauchen hat gequatscht, und dann wurden Tom und ich schon wieder angezogen für raus. Wir gingen zur kleinen Klowiese. Da hat Frauchen sich vor den Tom gehockt und er hat sich hingesetzt. Frauchen sagte: “Es war toll mit dir. Du bist ein ganz toller, braver Hund und es hat mir Spass gemacht, auf dich aufzupassen. Du darfst jederzeit zu uns kommen, wenn du nicht alleine sein willst.” Und Tom gab ihr eine Pfote und drückte sich fest an sie und Frauchen hat ihm Leckerchen gegeben. Ich dachte ich hör nicht richtig. Was verspricht sie ihm denn da? Frauchen, darüber muss ich aber noch mal nachdenken, ob ich das auch will. Dann ging es weiter zu Tom’s Haus. Durch das Gartentörchen, hinters Haus. Ich hab angefangen zu bellen, weil ich dachte Frauchen spielt jetzt wieder mit uns beiden. Aber dann ging es plötzlich arg rund. Da waren Leute im Haus und riefen Tom. Der schmiss den Kopf in die Luft und raste wie angestochen auf dem kürzesten Weg ins Wohnzimmer.... und da waren sie: Tom’s Leute. Alle wieder da. Tina, Bastian und Tom's Herrchen. Benni? Hab ich nicht gesehen. Und Tom stürzte sich auf sein Frauchen und wusste gar nicht, wo er sich lassen sollte. |
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Als nächster kam Basti an die Reihe. |
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“Benni? Wo ist Benni?” Da ist Benni! Hallo Benniiiiii!!! |
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Herrchen? Herrchen war nicht so wichtig. Herrchen musste Papier zerfetzen und auf dem großen Tisch verteilen. Den Kuchen haben wir nicht fotografiert, Frauchen. Den tollen großen Kuchen, den Silke gebacken hatte, und der so lecker rumroch. Schade, den erwischen wir jetzt nicht mehr. Dann haben wir Tom mit seinen Leuten alleine gelassen und Frauchen ist mit mir zum Bach gegangen. Nur mit mir, und sie sagte, jetzt wär alles wieder normal. Sie würde wieder nur mir gehören und nun müssten wir uns erst mal wieder dran gewöhen, dass wir den ganzen Tag und den Abend wieder nur für uns haben. Frauchen, das werden wir schnell wieder raushaben, wie das geht. Ja, und? Ist Tom nun mein Freund oder lieber nicht? Doch!! Anfangs fand ich das ein bisschen komisch und hab mich nicht so wohl gefühlt damit. Aber irgendwann hab ich gemerkt, dass Frauchen mich deshalb nicht weniger lieb hat, wenn er dabei ist. Er hat ja auch nicht bei Frauchen geschlafen. Das darf nur ich. Oder wenn wir zu dritt im Garten gespielt haben. Das war auch toll. Und die Spaziergänge mit ihm waren toll. Frauchen? Können wir Tom nicht ab und zu mitnehmen, wenn wir eine große Wanderung machen? Doch ja, mein Freund Tom darf zu uns kommen, wann er will.
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Banjo
Banjoko - Bleib bei mir, wandere nicht mehr !
Aus der Sprache der Yoruba (Nigeria, Benin).